Januar
Die Landschaften von Michael Blaser sind in Wirklichkeit keine. Seine Bilder stellen viel mehr den Menschen ins Licht als die Natur. Hinter der scheinbaren Förmlichkeit seiner Werke verbirgt sich eine nuancierte, subtile Poesie. Die Bilder sind gut durchdacht und klar aufgebaut. Hinter der Ruhe die sie ausstrahlen steckt sowohl Humor, wie auch eine süsse Melancholie, eine beunruhigende Sonderbarkeit, ein Alltag voller Kleinigkeiten die manchmal auch verwirrend sein können.
In der Serie „Januar“ offenbart sich der Humor wie ein Augenzwinkern der stillgelegten Maschinen, die uns auf dem weissen Hintergrund des Schnees und in der grauen Landschaft wie farbige Installationen oder Graffitis erscheinen. Tannen und andere Gegenstände die tief unter dem Schnee verborgen liegen, wecken den Eindruck natürliche und vergängliche Statuen zu sein. Überreste eines Dekors, welches während Dreharbeiten kurz für eine Szene Verwendung fand. Michael Blasers Landschaften sind Orte, wo Menschen aus Fleisch und Blut zwar fehlen, deren Präsenz aber durchaus gefühlt werden kann. Bilder voller Gefühle, jedoch nicht sentimental.
Jehanne Carnal
Kunsthistorikerin
Entstehung im Jahr 2007/08
Lambdaprints
700 x 700 mm
aufgezogen auf Aluminium
Limitiert auf 5 Exemplare


















